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Hyperthermie – Erwärmung/Überwärmung,
das „künstliche" Fieber


Was ist Hyperthermie?

Hyperthermie bedeutet Überwärmung, d.h. im Körper wird kontrolliert örtlich oder regional die Temperatur erhöht oder systemisch „künstlich" Fieber erzeugt. Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers, welche somit für therapeutische Zwecke nutzbar gemacht wird. Das Immunsystem wird gestärkt, die Selbstheilungskräfte des Organismus angeregt, durch starke Schweißbildung werden verstärkt Giftstoffe ausgeschieden und die Durchblutung wird gesteigert. Die Grundlagenforschung konnte zeigen, dass thermobiologische Prozesse bei Temperaturen ab 41,5°C in bösartigen Geweben wachstumshemmend bis zelltötend wirken können.


Warum Hyperthermie?

Weil durch die Nutzung des „künstlichen" Fiebers eine von der Natur vorgegebene Möglichkeit zur Stärkung des Immunsystems und zur Bekämpfung von Krankheiten genutzt wird. Sie ist nebenwirkungsarm und es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Tumore insbesondere in Verbindung mit einer Chemo- oder Strahlentherapie geschädigt werden. Zytostatika können dadurch niedriger dosiert werden, wodurch sich die Nebenwirkungen dieser reduzieren lassen.


Wirkung der Hyperthermie.

Häufig wird die Hyperthermie zusätzlich zu Bestrahlung und Chemotherapie eingesetzt. Die Erfolge von Hyperthermiebehandlungen werden durch zahlreiche Studien belegt, weshalb für verschiedene Krebsarten ein weiteres Standbein in der Therapie zur Verfügung steht.  

Die Hyperthermie hat gleich zwei große Vorteile. Durch das „künstliche" Fieber werden sogenannte Hitzeschockproteine (HSP) gebildet. Für das Immunsystem sind diese Proteine Signale für die körpereigenen Killerzellen, die entarteten Zellen zu erkennen und zu attackieren. Zum anderen weiten sich durch die höheren Temperaturen die Blutgefäße. Durch diesen Effekt werden auch schlecht durchblutete Tumorbezirke ausreichend durchblutet, was bei einer Chemotherapie zu einer besseren Beförderung der Zytostatika zur Tumorzelle führt.


Krankenkassen und Hyperthermie international.

In Deutschland zählt die Hyperthermiebehandlung, obwohl seit 1996 in der amtlichen Gebührenordnung verankert, noch immer zu den „Rand"-Therapien – und das obwohl nachweislich viele Erfolge sowie stetig mehr Behandlungen zu verzeichnen sind. Damit hängt die Bundesrepublik Deutschland international dem medizinischen Fortschritt hinterher. In einigen Fällen wird die Hyperthermiebehandlung von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Manche Krankenkassen wiederum weigern sich, die Kosten zu übernehmen. Das kann sich bald ändern. Das Sozialgericht Trier verurteilte jüngst eine GKV zur Kostenübernahme von Hyperthermiebehandlungen (AZ S5KR29/11). Es bleibt zu hoffen, dass dieses Gerichtsurteil einen weiteren wirksamen Impuls setzen kann und die Politik animiert, unnötige Hürden abzubauen und den für die Kostenübernahmepraxis bindenden Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen mit Sachverstand im Sinne der Patienten zu reformieren.



Hyperthermie kann die Prognose von Krebs und chronischen Krankheiten (z.B. Fibromyalgie) verbessern, Lebensqualität steigern, den seelischen Zustand stabilisieren und das Immunsystem stärken.


Wir hoffen Ihnen mit unseren Informationen Mut gemacht zu haben und wünschen Ihnen alles Gute. Für weitere Fragen zu Therapiekonzepten und Behandlungsmethoden von chronischen Erkrankungen und Krebs sowie von allgemeinen Erschöpfungszuständen und Burn-Out-Syndrom stehen Ihnen unsere Experten (s. dazu Mitglieder-Adressen) gerne zur Verfügung.

 


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